Zwei­ge­schos­sige Aufsto­ckung in Düssel­dorf von FH Finnholz

Zweigeschossige Aufstockung in Düsseldorf während der Bauphase mit Gerüst am Bestandsgebäude.

FH Finn­holz setzt derzeit eine zwei­ge­schos­sige Aufsto­ckung auf einem Bestands­ge­bäude in Düssel­dorf um. Das Gebäude wird um das 6. und 7. Ober­ge­schoss erwei­tert. Dadurch entstehen vier neue Wohn­ein­heiten mit insge­samt rund 360 m² zusätz­li­cher Wohn­fläche.

Die Aufsto­ckung entsteht in Holz­bau­weise und erhält ein Flach­dach mit umlau­fender Attika. Die Brutto­fläche beträgt rund 241 m² pro Geschoss. Die Fassade wird bauseits als Putz­fas­sade ausgeführt.

Das Projekt zeigt, wie inner­städ­ti­scher Wohn­raum durch Aufsto­ckung effi­zient erwei­tert werden kann. Gleich­zeitig macht es deut­lich, wie anspruchs­voll solche Bauvor­haben im Bestand sind.

Zwei­ge­schos­sige Aufsto­ckung auf einem Bestandsgebäude

FH Finn­holz reali­siert die Aufsto­ckung in moderner Holz­bau­weise. Diese eignet sich beson­ders für Bestands­ge­bäude, weil sie ein vergleichs­weise geringes Eigen­ge­wicht mit hoher Vorfer­ti­gung verbindet.

Auf diese Weise entsteht neuer Wohn­raum, ohne dass zusätz­liche Grund­stücks­fläche benö­tigt wird, was gerade in dicht bebauten Städten ein großer Vorteil ist.

Zwei­ge­schos­sige Aufsto­ckung in Düssel­dorf: Holz­bau­weise nach neuer Musterholzbaurichtlinie

Die Aufsto­ckung wird in Holz­bau­weise nach den Anfor­de­rungen der neuen Muster­holz­bau­richt­linie für Gebäu­de­klasse 5 umge­setzt, was das Projekt beson­ders anspruchs­voll macht.

Die Außen­wände erhalten u. a. innen- und außen­seitig Gips­fa­ser­platten, denn diese Konstruk­tion unter­stützt die erfor­der­li­chen Brand­schutz­an­for­de­rungen zusätzlich.

Bei einer zwei­ge­schos­sigen Aufsto­ckung auf einem bestehenden Wohn­ge­bäude müssen gerade Brand­schutz, Trag­werk und Bauab­lauf genau zusam­men­passen. FH Finn­holz setzt die Holz­kon­struk­tion deshalb mit hoher plane­ri­scher und hand­werk­li­cher Präzi­sion um.

Flach­dach mit umlau­fender Attika

Die neue Aufsto­ckung erhält ein Flach­dach mit umlau­fender Attika. Diese Dach­form passt gut zum inner­städ­ti­schen Gebäu­de­be­stand und gibt dem neuen Aufbau einen klaren oberen Abschluss.

Die umlau­fende Attika sorgt für eine ruhige Dach­kante und unter­stützt die moderne Gestal­tung der neuen Geschosse.

Die bausei­tige Putz­fas­sade wird die Aufsto­ckung optisch in das Gesamt­ge­bäude einbinden; so entsteht eine Erwei­te­rung, die tech­nisch als Holzbau ausge­führt wird und sich zugleich an den Bestand anpasst.

Planung mit 3D-Punk­te­wolken aus dem Bestand

Eine beson­dere Heraus­for­de­rung lag in der Planung auf Basis des bestehenden Gebäudes. Dafür wurden Punk­te­wolken aus einem 3D-Aufmaß in die Planung eingearbeitet.

Diese Daten halfen dabei, den Bestand präzise zu erfassen und die neue Aufsto­ckung exakt auf das vorhan­dene Gebäude abzu­stimmen.
V. a.  bei Bestands­ge­bäuden ist das wichtig, denn ältere Gebäude entspre­chen nicht immer voll­ständig den ursprüng­li­chen Plänen. Eine genaue digi­tale Bestands­auf­nahme schafft deshalb mehr Sicher­heit für Planung und Ausführung.

Stahl­tra­grost als Grund­lage der zwei­ge­schos­sigen Aufsto­ckung in Düsseldorf

Ein Teil der tragenden Struktur wurde in Stahlbau reali­siert. Dazu gehören der ausstei­fende Trep­pen­haus­kern, die Balkone und ein erstes Trag­git­ter­rost, auf dem die Aufsto­ckung aufge­baut wird.
Insge­samt kamen etwa 24 t Stahl zum Einsatz. Diese Stahl­bau­teile bilden eine wich­tige Grund­lage für die neue Holzkonstruktion.

Das Projekt zeigt damit gut, wie Holzbau und Stahlbau bei anspruchs­vollen Aufsto­ckungen zusam­men­wirken können: Der Stahlbau schafft die notwen­dige Trag­struktur, während die Holz­bau­weise den neuen Wohn­raum effi­zient ergänzt.

Weiter genutzter Wohn­raum während der Bauphase der Aufstockung

Eine weitere Beson­der­heit betrifft den laufenden Betrieb im Bestand, denn der vermie­tete Wohn­raum unter­halb der Aufsto­ckung konnte während der Bauphase unge­hin­dert weiter genutzt werden.

Das ist bei einer Aufsto­ckung ein wich­tiger Punkt, da diese Bauar­beiten nicht auf einer freien Fläche statt­finden, sondern direkt über bestehenden Wohnungen.

FH Finn­holz plante die Abläufe deshalb so, dass die Erwei­te­rung voran­schreiten konnte, während die Nutzung im Bestand weiterhin möglich blieb. Solche Rahmen­be­din­gungen machen u. a. inner­städ­ti­sche Aufsto­ckungen beson­ders anspruchsvoll.

Fens­ter­er­neue­rung in den unteren Bestandsetagen

Parallel zur Aufsto­ckung werden alle  Fenster in den unteren Bestands­etagen von unserer Fach­ab­tei­lung aus Berlin erneuert, sodass der bestehende Gebäu­de­teil gleich­zeitig weiter­ent­wi­ckelt wird.

Die Kombi­na­tion aus Aufsto­ckung und Fens­ter­er­neue­rung veran­schau­licht, wie sich Bestand­ser­wei­te­rung und Moder­ni­sie­rung effektiv mitein­ander verbinden lassen.

Fach­pla­nung der zwei­ge­schos­sigen Aufsto­ckung durch FH Holzbaustatik

FH Holz­bau­statik erbringt im Zuge des Projekts wich­tige Fach­pla­ner­leis­tungen. Dazu gehören:

  • Prüfung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  • Erstel­lung der Ausfüh­rungs­statik in Anleh­nung an Leis­tungs­phase 5 nach HOAI

Diese Leis­tungen sind bei einer zwei­ge­schos­sigen Aufsto­ckung beson­ders wichtig: Der Bestand, der Stahl­tra­grost, die Holz­kon­struk­tion und die Anfor­de­rungen aus Gebäu­de­klasse 5 müssen tech­nisch sauber zusam­men­ge­führt werden.

FH Holz­bau­statik schafft damit eine wich­tige Grund­lage für die Umset­zung durch FH Finnholz.

Ausfüh­rung der zwei­ge­schos­sigen Aufsto­ckung durch FH Finnholz

FH Finn­holz führt die Aufsto­ckung in Holz­bau­weise aus; dabei müssen viele Anfor­de­rungen und Aspekte gleich­zeitig berück­sich­tigt werden: Bestand, Brand­schutz, Trag­werk, Stahlbau, Holzbau und laufende Nutzung im Gebäude.

Die Aufsto­ckung zeigt, wie FH Finn­holz bestehende Gebäude weiter­ent­wi­ckelt und zusätz­li­chen Wohn­raum in inner­städ­ti­scher Lage schafft.

Nicht zuletzt macht die Kombi­na­tion aus Holz­bau­weise, Gebäu­de­klasse 5 und Arbeiten über vermie­tetem Wohn­raum dieses Projekt zu einer anspruchs­vollen Refe­renz für moderne Nachverdichtung.

Details

Projekt: zwei­ge­schos­sige Aufstockung

Ort: Düssel­dorf, Nordrhein-Westfalen

Neue Geschosse: 6. und 7. Obergeschoss

Neue Wohn­ein­heiten: 4

Zusätz­liche Wohn­fläche: ca. 360 m²

Brutto­fläche je Geschoss: ca. 241 m²

Bauweise: Holzbauweise

Gebäu­de­klasse: Gebäu­de­klasse 5

Richt­linie: Umset­zung nach Anfor­de­rungen der neuen Musterholzbaurichtlinie

Dach­form: Flach­dach mit umlau­fender Attika

Fassade: bausei­tige Putzfassade

Planungs­grund­lage: 3D-Punk­te­wolken aus Bestandsaufmaß

Stahlbau: ausstei­fender Trep­pen­haus­kern, Balkone und erstes Traggitterrost

Einge­setzte Stahl­menge: ca. 24 t

Beson­der­heit Bauphase: vermie­teter Wohn­raum unter­halb der Aufsto­ckung bleibt nutzbar

Fenster: Erneue­rung sämt­li­cher Bestands­fenster in den unteren Etagen durch FH Finn­holz Berlin 

Fach­pla­nung: FH Holzbaustatik

Leis­tungen FH Holz­bau­statik: Prüfung der Entwurfs- und Geneh­mi­gungs­pla­nung, Ausfüh­rungs­statik in Anleh­nung an LPH 5 nach HOAI

Ausfüh­rung: Bauun­ter­nehmen FH Finnholz

Projekt­status: in Umsetzung

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