Bau von Büro­ka­binen mit Kerto-T

Innen­ausbau-Spezia­list setzt auf Kerto-T in Büro­ka­binen

Mate­rial für gerade Wände und Flexi­bi­lität bei der Raum­ge­stal­tung  

Der Innen­ausbau-Spezia­list Becker System-Innen­ausbau aus Haßloch bezieht regel­mäßig Kerto-T der FH Finn­holz, Deutsch­lands absatz­stärkstem Kerto­händler. Neben System­trenn­wänden für eine flexible Raum­glie­de­rung und System­schrank­wänden als Raum­spar­lö­sungen, baut das Unter­nehmen Hallen­büros als platz­spa­rende Raum-in-Raum-Lösung. Diese ein- oder doppel­stö­ckigen Kabinen werden als zusätz­liche Räume in das bereits vorhan­dene Gebäude einge­baut. Die indi­vi­du­ellen Becker Meis­ter­ka­binen sind flexible, erwei­ter­bare, versetz­bare und kosten­güns­tige Lösungen, die genau auf die Bedürf­nisse des jewei­ligen Kunden zuge­schnitten sind und dank der Verwen­dung von Kerto-T schnell und form­stabil errichtet werden können. Die Nutzungs­mög­lich­keiten sind viel­fältig: Quali­tativ hoch­wer­tige Büro­ar­beits­plätze, Prüfräume für Produkte oder Sozi­al­räume für Mitar­beiter.

An der Baustelle ange­kommen, ist zunächst keine Baustelle zu sehen, denn diese befindet sich im Inneren des Gebäudes. In der bereits vorhan­denen Halle wird eine Büro­ka­bine einge­baut. Bei dem aktu­ellen Projekt bei einem Produ­zenten für Leucht­sys­teme in Ratingen wurde eine einstö­ckige Kabine mit 52 Quadrat­meter Fläche reali­siert. Insge­samt werden für die Kabine 2,5 Kubik­meter Kerto-T verwendet, was bei diesem Projekt 52 Stielen entspricht. Die Stiele werden in verschie­denen Längen und Breiten, sowie Stärken benö­tigt, da sie verschie­dene Anfor­de­rungen in Wand oder Decke erfüllen müssen. FH Finn­holz unter­stützt ihre Kunden, wie auch Becker System-Innen­ausbau, auf Wunsch bei der mate­ri­al­spe­zi­fi­schen Bera­tung, der stati­schen Berech­nung und der Erstel­lung der Konstruk­ti­ons­pläne, sowie durch CNC Zuschnitts­leis­tungen und die Liefe­rung der fertig abge­bun­denen Stiele.

Kerto-T wird von Becker System-Innen­ausbau für die Büro­ka­bine als Trage­ka­bine verwendet, das heißt als Doppel­stock­ka­bine oder bei Belas­tung auf der zweiten Ebene. Vor der Verwen­dung von Kerto-T wurde im Unter­nehmen mit einer Stahl­bühne, bzw. Stahl­stützen in den Kabinen gear­beitet, die seit 2014 durch Kerto-T Träger ersetzt werden. Dies bietet glei­cher­maßen Vorteile für Becker System-Innen­ausbau und seine Kunden. Seitens des Unter­neh­mens ist der Monta­ge­auf­wand erheb­lich geringer. Vor allem Ausschnitts- und Anschluss­auf­wen­dungen werden redu­ziert. Die Stahl­stützen waren in der Kabine außerdem oft störend und beein­träch­tigten die Flexi­bi­lität der Raum­ge­stal­tung. Seit der Verwen­dung von Kerto-T sind alle tragenden Elemente in der Wand inte­griert.

Pro Kabine werden ca. 2 – 3 Kubik­meter Kerto-T in der ersten, tragenden Ebene einge­setzt. In der Länge sind die Abmes­sungen nahezu unbe­grenzt, in der Kabi­nen­tiefe ist das Höchstmaß eine Spann­weite von 6,00 m. Das entspricht der Last, die durch die Kerto Stiele abge­tragen werden kann und ist für den Groß­teil der Kunden ausrei­chend, da der Stan­dard ca. 4,00 – 5,00 m beträgt. Die Mate­ri­al­be­stel­lungen erfolgen auftrags­be­zogen, da für jedes Projekt spezi­fi­sche Abmes­sungen benö­tigt werden. Die Stärke der Stiele liegt, je nach Anwen­dung, bei 57 oder 75 mm. „Bisher waren wir immer zufrieden, sowohl mit der Bera­tung, als auch mit dem Mate­rial. Die Kerto­stützen werden speziell für uns ange­fer­tigt, sodass sie zu unserem System passen“ erklärt Geschäfts­führer Helmut Becker. Das Unter­nehmen nutzt ein bestehendes System und hat dieses für seine Zwecke modi­fi­ziert. Deshalb sind sie von bestimmten Maßen abhängig, die durch zusätz­liche Leis­tungen der FH Finn­holz ermög­licht werden.

Helmut Becker, der im Jahr 2013 auf der Suche nach einem Hallen­bauer auf die FH Finn­holz aufmerksam geworden ist, entdeckte Kerto-T auf der Webseite des Unter­neh­mens und war über­zeugt von den Mate­ri­al­ei­gen­schaften. Für die Verwen­dung in den Kabinen hat Kerto-T zahl­reiche Vorteile. Es ist nicht nur gerade, sondern ist gleich­zeitig Wand und tragendes Element. Arbeits­schritte im Vergleich zur vorhe­rigen Methode können einge­spart und auf Ausschnitte und Ausklin­gungen verzichtet werden. Die benö­tigten Fräsungen an den tragenden Stützen werden bereits bei FH Finn­holz im Werk ausge­führt. „Seit wir Kerto-T verwenden haben wir auf jeden Fall einen Markt­vor­teil. Gegen­über dem Wett­be­werb können wir mit einem etablierten, stati­schen Anfor­de­rungen entspre­chenden System, sowie dem Monta­ge­vor­teil punkten“ betont Becker. Ein weiterer Vorteil ist die doppelte Beplan­kung der Kerto-T Wände, die mehr Masse und gleich­zeitig eine höhere Schall­däm­mung erzielt.

Bei der Kabi­nen­mon­tage setzt das Unter­nehmen auf feste Mitar­beiter, die mit dem syste­ma­ti­sierten Aufbau­pro­zess vertraut sind. Im ersten Schritt werden die Profile des Kabi­nen­sys­tems an Wände und Boden ange­schraubt. Darauf­fol­gend wird ein tragendes Wand­ske­lett aus den Kerto Stielen errichtet und gleich­zeitig die System­fenster einge­setzt. Im Anschluss erfolgt das Aufbringen einer 12,00 mm Span­platte als erste Lage, die einen Diago­nal­ver­band bildet, als Direkt­ver­schrau­bung. Im Anschluss werden eine beschich­tete Spann­platte und Abdeck­pro­file als Außen­hülle ange­bracht. Dann werden die Kerto-T Stiele im Decken­be­reich als tragendes Element gemäß stati­schen Bemes­sungen ange­bracht, ein OSB Belag als zweite Ebene montiert und im unteren Bereich eine Akus­tik­decke abge­hängt. Becker System-Innen­ausbau verwendet unge­schlif­fene Kerto-T Stiele, da diese sowohl außen, als auch innen nach Fertig­stel­lung nicht mehr sichtbar sind. Gene­rell kommt das Mate­rial bei der Verwen­dung im Innen­be­reich ohne jegliche Behand­lung aus.

Die Monta­ge­zweit der Kabine ist größen­ab­hängig, jedoch kann gene­rell von einer Stunde pro Quadrat­meter Trag­wand ausge­gangen werden. Gene­rell wird für die Büro­ka­binen laut Landes­bau­ord­nung eine Statik benö­tigt, die bei Beauf­tra­gung in Zusam­men­ar­beit mit der FH Holz­bau­statik GmbH & Co. KG , einem Unter­nehmen der FH Gruppe, entspre­chend mitge­lie­fert wird.

Weitere Einsatz­ge­biete von Kerto-T

Kerto-T findet aufgrund seiner viel­sei­tigen Mate­ri­al­ei­gen­schaften Verwen­dung in den unter­schied­lichsten Hand­werks­be­rei­chen. Es wird unter anderem als Ständer in Trocken­bau­wänden oder als Unter­kon­struk­tion für Massiv­holz­dielen einge­setzt. Für Fußbo­den­auf­bauten liefert es als Ausgleichs- oder Unter­lags­holz die opti­male Lösung. FH Finn­holz bietet kurze Liefer­zeiten durch ein großes Lager. Der Werk­stoff Kerto-T ist zuge­lassen und quali­täts­über­wacht, sowie leicht zu be- und verar­beiten. Kerto-T eignet sich für Anwen­dungen im Innen- und Außen­be­reich glei­cher­maßen. Während das Furnier­schicht­holz im Innen­be­reich ohne jegliche Behand­lung auskommt, kann es für die Verwen­dung im Außen­be­reich kessel­druck­im­prä­gniert werden.

 

Beiträge die Sie inter­es­sieren könnten

Errich­tung einer Boul­d­er­halle in Neustadt!

Brett­schicht­holz trifft Boul­dern

FH Finn­holz reali­siert Sport- & Frei­zeit­halle in Inge­nieur­holz­bau­weise

Nachdem FH Finn­holz bereits mehrere Klet­ter­hallen an verschie­denen Stand­orten inner­halb Deutsch­lands errichtet hat, folgte nun der Bau der ersten Boul­d­er­halle. Die über 1.000 qm große Satt­tel­dach­halle bietet neben 700 qm reiner Boul­der­fläche außerdem einen Trai­nings­be­reich und ein Café. Doch was verbirgt sich über­haupt hinter der Trend­sportart Boul­dern?

Boul­dern bezeichnet das Klet­tern in Absprung­höhe an Felsen oder künst­li­chen Wänden, bei dem auf Siche­rungs­ele­mente wie Seile oder Kara­biner verzichtet wird. Statt­dessen schützen Matten vor Verlet­zungen beim Absturz, wie auch in dieser knapp 9,00 m hohen Sport- und Frei­zeit­halle mit den Maßen 23,00 x 46,00 m in Neustadt. Die offene Bauweise der Halle rückt das Boul­dern in den Vorder­grund und sorgt bei Klet­te­rern und Holz­bauern glei­cher­maßen für Begeis­te­rung.

Im Boul­der­be­reich zeichnet sich die Halle durch abwechs­lungs­reiche Wand­struk­turen bis zu einer maxi­malen Höhe von 4,50 m aus, auf denen es rund 150 Boulder in sechs Schwie­rig­keits­graden gibt. Sowohl Anfänger, als auch ambi­tio­nierte Klet­terer kommen hier auf ihre Kosten. Der vordere Teil des Gebäudes wird als zwei­ge­schos­siges Kunden­center mit Umkleiden, Büros, Shop und Café genutzt. Auf der 3,20 m hohen Empore, die über eine innen­lie­gende Treppe zu errei­chen ist, bietet ein offener Trai­nings­be­reich die Möglich­keit für Schu­lungen, Kurse und einen umfas­senden Über­blick über die gesamte Boul­der­fläche. Die Gastro­nomie, die sich direkt unter der Empore befindet, dient zum Relaxen, Austau­schen und Zuschauen.

Das Haupt­trag­werk der in Inge­nieur­holz­bau­weise errich­teten Boul­d­er­halle bilden auf der gesamten Hallen­breite von 23,00 m frei­tra­gende Sattel­dach­binder, die sich in jeder Achse befinden und auf Brett­schicht­holz­stützen aufliegen. Auf den Bindern ange­ord­nete Durch­lauf­pf­etten tragen die Dach­ab­dich­tung, während das Dach­trag­werk selbst durch Diago­nale ausge­steift wird. Der hori­zon­tale Last­ab­trag erfolgt über Diago­nalen in den Außen­wänden und eine einge­spannte Stahl­stütze, die zwar nicht im sicht­baren Bereich liegt, aber maßgeb­lich zur Ausstei­fung der Halle beiträgt. Auf Wunsch des Bauherrn wurde in den Außen­wänden zusätz­lich direkt bei der Planung ein umlau­fendes Anschluss­holz auf knapp 5,00 m zur Befes­ti­gung der anschlie­ßenden Boul­der­wände einge­plant.

Die Geschoss­decke im zwei­ge­schos­sigen Gebäu­de­teil wurde als sicht­bare Balken­lage ausge­führt und die tragenden Stützen nach den Vorgaben des Archi­tekten so verschoben, dass die später montierten Innen­wände genau in der Flucht der Pfosten standen. Somit konnte teil­weise auf zusätz­liche Verklei­dung verzichtet werden und das natür­liche Erschei­nungs­bild der Konstruk­tion erstreckt sich über die gesamte Halle und verleiht zusätz­lich ein warmes Raum­klima.

Äußer­lich über­zeugt die Sport­stätte durch ihre dezente Optik. Sowohl bei der Wand­ver­klei­dung, als auch bei der Dach­ein­de­ckung entschied sich der Bauherr für hell­graue Sand­wich­ele­mente in verschie­denen Dämm­stärken. (80 mm Fassa­den­ver­klei­dung, 100 mm Dach­ein­de­ckung) Bei der Wahl des Hallen­zu­be­hörs stand die Licht­durch­flu­tung des gesamten Objekts im Vorder­grund. Zahl­reiche Fenster sorgen im vorderen Teil der Halle für natür­liche Belich­tung. Durch ein First­licht­band mit den Maßen 36,00 x 3,00 m wirkt der Boul­der­be­reich offen und hell und es kann auf einen Groß­teil der künst­li­chen Beleuch­tung inner­halb der Halle verzichtet werden. Der daraus resul­tie­rende geringe Ener­gie­be­darf wird weiterhin von der Fassa­den­däm­mung der Konstruk­tion unter­stützt. Bei hoher Sonnen­ein­strah­lung sorgt eine außen­lie­gende Raffsto­re­an­lage im Café für eine indi­vi­du­elle Verschat­tung.

Das Ange­bots­spek­trum der FH Finn­holz umfasste die stati­sche Berech­nung und Ausfüh­rungs­pla­nung, sowie die Produk­tion und Liefe­rung der Holz­kon­struk­tion. Die Montage der Holz­kon­struk­tion, die aus 114 Kubik­me­tern Holz besteht, wurde inner­halb von zwei Wochen durch einen Part­ner­be­trieb der FH Finn­holz reali­siert.

Beiträge die Sie inter­es­sieren könnten

Kerto Zuschnitte für Büros in Schö­naich!

Kerto Zuschnitte für Büros in Schö­naich!

Beson­der­heit: Geschwun­gene Trenn­wände aus Kerto 

In Schö­naich entsteht ein kompletter Büro­neubau aus Kerto Furnier­schicht­holz. Insge­samt kommen über 20 Kubik­meter des Holz­werk­stoffes zum Einsatz. 57 mm Kerto-S wird als Schwelle verwendet, 75 mm Kerto-T als Wand­stiele und 21 mm starke Kerto-Q Platten als Dach­platten.

Beson­der­heit: Die gefrästen, geschwun­genen Raum­teiler aus 51 mm Kerto-Q. Diese bilden die Trenn­wände und sorgen für eine außer­ge­wöhn­liche Auftei­lung der Büros und Besprechungs­räume.

Bilder des fertigen Objekts folgen.

Beiträge die Sie inter­es­sieren könnten

Aktu­elle Baustelle

Aktu­elle Baustelle

Errich­tung einer Produk­ti­ons­halle mit Büro­räumen in Maxi­mi­li­anau!

Hier entsteht derzeit eine Sattel­dach­halle mit zwei Nutzungs­ein­heiten: Produk­ti­ons­halle und einen zwei­ge­schos­sigen Büro­trakt. Der Hallen­be­reich wird durch eine Holz­rah­men­bau­wand in zwei unter­schied­lich große Bereiche geteilt.

Weitere Bilder und Infor­ma­tionen folgen.

Beiträge die Sie inter­es­sieren könnten

Neue Fotos unseres Refe­renz­ob­jekts in Korschen­broich

Neue Fotos unseres Refe­renz­ob­jekts in Korschen­broich

Bei schönstem Wetter sind neue Aufnahmen der Gewer­be­halle entstanden

Ob Stän­der­bau­weise, Holz­rah­men­bau­weise oder Brett­sta­pel­de­cken – dieses Objekt im Gewer­be­ge­biet Glehner Heide in Korschen­broich lässt Holz­bau­herzen höher schlagen, denn hier kamen nicht nur große Mengen Holz zum Einsatz, sondern auch sämt­liche Vorzüge des Holz­baus zum Tragen. Die komplette Holz­kon­struk­ti­on­wurde vorab mit sämt­li­chen Verbin­dungs­mit­teln, wie Voll­ge­win­de­schrauben, Bolzen und Stahl­teilen in S235 in einer 3D-Konstruk­tion model­liert und konstru­iert, sodass grund­le­gend Fehler mini­miert werden konnten.

Die neu errich­tete Lager- und Produk­ti­ons­stätte der Firma TREIB­holz GmbH – „Bio und Natur­waren seit 1978“, Produ­zent und Vertriebs­ge­sell­schaft von Bio- und Natur­waren wie biolo­gisch-vege­ta­ri­scher Voll­wert­kost, fällt sofort ins Auge. Die Firma Treib­holz GmbH stellt unter der Eigen­marke „FINi­grana“ zerti­fi­zierte Natur­kos­metik und unter der Marke „BIOASE“ Lebens­mittel aus kontrol­liert biolo­gi­schem Anbau her. Über­ein­stim­mend mit der Firmen­phi­lo­so­phie wurde die neue Betriebs­stätte nach ökolo­gisch-nach­hal­tigen Gesichts­punkten in moderner Holz­ar­chi­tektur erbaut. Beson­ders attraktiv gestaltet ist die Fassade des Büro­ge­bäudes mit einer waage­rechten Lärchen­stülp­scha­lung, sowie Lärchen­holz­fens­tern.

Das vom Berliner Archi­tek­tur­büro Creutz­feldt geplante, zwei­schif­fige Hallen­bau­werk mit einer Grund­fläche von ca. 570 qm besteht aus einer einge­schos­sigen Regal­la­ger­halle und einem zwei­ge­schos­sigen Gebäu­de­teil mit Räumen unter­schied­li­cher Nutzung. Der zwei­stö­ckige Hallen­be­reich glie­dert sich in eine Zone zur Bande­ro­li­sie­rung und Konfek­tio­nie­rung mit einer dazu­ge­hö­rigen Bereit­stel­lungs- und Verpa­ckungs­fläche und einen Bereich mit Büro-, Aufent­halts- und Bespre­chungs­räumen. Das erste Ober­ge­schoss wird über zwei Treppen im Inneren des Gebäudes erschlossen. Außerdem kann es aus der Regal­la­ger­halle über eine Empore mit Palet­ten­ware beschickt werden.

Produk­ti­ons­halle mit Büro­trakt  

Die zwei­ge­schos­sige Konfek­tio­nie­rungs­halle mit Büro­trakt bietet ca. 500 qm Nutz­fläche und ist komplett in Holz­rah­men­bau­weise errichtet worden. Stan­dar­di­sierte Quer­schnitte und gängige Plat­ten­maße mit einem Raster von 62,5 cm sorgten für einen hohen Vorfer­ti­gungs­grad und eine pass­ge­naue Produk­tion der Wand­ele­mente im Werk der FH Finn­holz. Die wirt­schaft­liche und vor allem flexible Holz­rah­men­bau­weise kann nicht nur an unter­schied­liche Nutzungs­zwecke und indi­vi­du­elle Kunden­wün­sche ange­passt werden, sondern ermög­licht eben­falls eine schnelle und unkom­pli­zierte Montage an der Baustelle. So dauerte das Aufstellen der reinen Holz­kon­struk­tion des gesamten Objekts nur knapp drei Wochen.

Obwohl sie von außen eine Einheit bilden, sind die Bereiche Konfek­tio­nie­rung und Büro im Inneren unter­schied­lich gestaltet. In den Arbeits­be­rei­chen zur Konfek­tio­nie­rung und Bande­ro­li­sie­rung befinden sich innen­seitig  sichtbar blei­bende OSB/4 Platten an den Wänden. Im Büro hingegen wurden die mit Gips­fa­ser­platten beplankten Wände gespach­telt und gestri­chen.

Um die aufgrund der unter­schied­li­chen Nutzung erfor­der­li­chen Teil­be­reiche nicht nur optisch vonein­ander zu trennen, wurde eine raum­ab­schlie­ßende Trenn­wand in feuer­hem­mender Bauweise errichtet, welche gleich­zeitig das stati­sche Konzept des gesamten Gebäudes positiv beein­flusst. Auch die inte­grierten Türen wurden feuer­hem­mend ausge­führt. Zwischen Erd- und Ober­ge­schoss des Büro­trakts wurde eine Geschoss­decke aus Brett­sta­pel­ele­menten herge­stellt, die auf den Holz­rah­menbau Innen- und Außen­wänden aufliegt. Die sowohl tragende, als auch ausstei­fende Brett­sta­pel­decke wurde auf Abbrand in REI 30 berechnet und bleibt im fertigen Objekt unter­seitig sichtbar. Im Bereich des Lagers wurde die mit einer Nutz­last von 8,00 kN/m² belas­tete Decke durch massive Unter­züge (22 x 72 cm) aus Brett­schicht­holz unter­stützt. Die Auflager der Unter­züge wurden mit zusätz­li­chen Voll­ge­win­de­schrauben  zur Vergrö­ße­rung der Aufla­ger­pres­sung verstärkt. Die hellen Wände und Böden sorgen in Kombi­na­tion mit großen, nach Norden ausge­rich­teten Fens­tern für eine opti­male, blend­freie Belich­tung der Arbeits­plätze.  

Das Dach des zwei­ge­schos­sigen Gebäu­de­teils besteht aus mit Zellu­lose ausge­flockten Dach­ele­menten. Auch diese wurden im FH Finn­holz Werk in Lienen komplett vorge­fer­tigt, sodass sie auf der Baustelle ledig­lich montiert werden mussten. Sie bieten einen hohen sommer­li­chen Hitze­schutz und bilden eine Scheibe, welche die hori­zon­talen Wind­lasten in die Wände einleitet. Als Abschluss wurde ein 30 mm starkes, hinter­lüf­tetes Sand­wich­blech als Dach­ein­de­ckungauf das 6° geneigte Pult­dach montiert. Vor diesem Hinter­grund konnte die darun­ter­lie­gende Holz­fa­ser­platte, trotz der geringen Dach­nei­gung als Unter­dach ange­setzt werden.

Hoch­re­gal­lager für Bio- und Natur­pro­dukte

Die 245 qm große Lager­halle über­ragt aufgrund ihrer Ausle­gung für Palet­ten­re­gale den zwei­ge­schos­sigen Gebäu­de­teil und wird über ein Licht­band mit Nord­aus­rich­tung natür­lich belichtet. Zwei Sektio­nal­tore ermög­li­chen zeit­glei­ches Be- und Entladen von Liefe­ranten. Die Halle ist mit einem Trag­werk, bestehend aus Stützen, Bindern, Pfetten und Riegeln mit einem Binder­ab­stand von knapp 11,00 m errichtet und zunächst als Kalt­halle umge­setzt worden. Eine spätere Möglich­keit der Wärme­iso­lie­rung wird durch eine entspre­chende Vorbe­rei­tung von Dach und Wand bereits berück­sich­tigt. Neben der Verwen­dung des Baustoffes Holz, der das klimare­le­vante Kohlen­di­oxidgas spei­chert, setzt die Bauherrin auch auf eine CO2-neutrale Betrei­bung der neuen Produk­ti­ons­stätte. Die Halle kommt ohne konven­tio­nelle Ener­gie­träger aus. Geheizt wird mit Erdwärme, die über die Beton­bo­den­platte in das Gebäude gebracht wird. Die Sole­wär­me­pumpe, die elek­tro­tech­ni­sche Gebäu­de­aus­stat­tung, sowie Maschinen und Flur­för­der­zeug werden aus einer 50kWp Solar­an­lage gespeist, die dabei noch einen Ener­gie­über­schuss liefert, der einge­speist wird.

Die Dach­ein­de­ckung des Hoch­re­gal­la­gers besteht aus 120 mm Sand­wich­pa­neelen, welche von längs­lau­fenden Pfetten aus Brett­schicht­holz getragen werden. Die Pfetten wurden mit Sherpa Verbin­dern, sowie Voll­ge­win­de­schrauben an einem quer­lau­fenden Binder ange­schlossen, der die verti­kalen Lasten weiter über Holz­stützen in die Boden­platte einleitet. Die hori­zon­tale Ausstei­fung erfolgt über einen Dach­ver­band, der die Lasten in die vier, mit Schlitz­ble­chen und Stab­dü­beln verbun­denen, Wand­ver­bände einleitet. Zur Einlei­tung der in den Stützen wirkenden, abhe­benden Lasten, wurden einge­klebte Gewin­de­stangen gewählt. Die Last­ab­tra­gung in den Baugrund erfolgt über eine gedämm­te­Stahl­be­ton­sohle.

Die gesamte Trag­kon­struk­tion der Lager­halle wurde mit Hilfe einer 3D-Statik­soft­ware berechnet, wodurch alle Last­fälle aus Wind, Schnee und Nutz­last berück­sich­tigt und in verschie­denen Last­kom­bi­na­tionen durch­ge­rechnet worden sind. Das Objekt des Bio-Unter­neh­mens über­zeugt komplett durch den Einsatz des nach­hal­tigen Baustoffs Holz. Von außen fällt die Lärchen­scha­lung ins Auge, von innen die teil­weise sichtbar blei­bende Holz­kon­struk­tion.

Beiträge die Sie inter­es­sieren könnten